Thüringerwald-Verein e.V.
ZV Bad Blankenburg
Langethalstraße 5
07422 Bad Blankenburg

Telefon: 036741/40129

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Chronik unseres Zweigvereins
1880 - 1945: Von der Gründung bis zum Verbot nach 1945
Ab 1862 entstehen in Deutschland wie auch in Österreich-Ungarn Gebirgs-und Wandervereine.
1880
Am 29. August wird in Ilmenau der „Thüringerwald-Verein“ gegründet., Rudolstadt und Saalfeld ist dabei.

1882
Gründung des Verschönerungsverein in Blankenburg

1883
Pfingstmontag, 14. Mai, 15 territoriale Vereine gründen den Verband „Deutscher Touristenvereine“ im Hotel „Kurfürst“ in Fulda; der Thüringerwald-Verein ist Gründungsmitglied!
Gründungsdokument des Zweigvereins (Bad) Blankenburg mit den Unterschriften der UnterzeichnerGründungsdokument des Zweigvereins (Bad) Blankenburg mit den Unterschriften der Unterzeichner
1884
Der Verschönerungsverein Blankenburg tritt dem „Thüringerwald-Verein“ als corporatives Mitglied bei.

1893
16. Mai, Herr Apotheker Alexander Sattler ruft in der Hauptversammlung des Verschönerungsvereins auf zur Bildung eines Zweigvereins (ZV) im Thüringerwald-Verein;
13. November, zur Gründungsversammlung im Hotel zum Löwen erscheinen 20 Blankenburger Bürger

1894
Dr. Joh. Bühring bittet alle ZV um Informationen für seine Wanderkarte;
Der Centralvorstand des ThWV in Eisenach begrüßt die Gründung des ZV in Blankenburg

1895
14. August: Antrag an den Centralvorstand, die nächstjährige Generalversammlung aller Waldvereine in Blankenburg durchzuführen

1896
Der Centralvorstand entschied sich für Blankenburg;
29.- 31. August: Generalversammlung und Stiftungsfeier, 98 ZV entsenden ihre Delegierten

Aufführung des Ritterschauspiels „Gundula, die Schwarzanixe oder die Erfindung des Schiesspulvers am Hotel „Chrysopras“.

Herr Lehrer Oschütz fertigt die Wegekarte um Blankenburg, M 1: 25 000, an.

1898
Herr Weinhändler Ortloff hat seinen Steg über die Schwarza dem „Thüringerwald-Verein Blankenburg“ gewidmet.

Mit dem „Verschönerungsverein“ wird der Weg vom „Chrysopras“ zum „Griesbachfelsen“ angelegt und ein markanter Felsen dem Vereinsmitglied SR Dr. Bindseil gewidmet.

Der Gebirgssteig vom „Waidmannsheil“ zum „Ingofelsen“ wurde gleichzeitig angelegt.
HainbergturmHainbergturm
1900
Vereinsmitglied Gustav Prüfer übergab am 6. Mai dem ZV 500,00 Mark, womit ein Turmfond eingerichtet wurde.

Vereinsmitglied Redakteur August Meyer erhält einen Brief von der „Plattengemeinde Coburg“, die sich auf Günther XXI. berief mit der Anfrage, ob auf dem Greifenstein schon eine Burggemeinde ansässig ist, am 1. August wurde die „Burggemeinde“ gegründet, Vereinsmitglieder waren die ersten Nachbarn.

Zur Obstbaumzählung um Blankenburg hat der ZV viel zu tun. 18 177 Obstbäume (5 569 Apfel-, 2 154 Birn-, 1 432 Kirsch- und 9 022 Pflaumen- bzw. Zwetschgenbäume).

Im „Weinhaus Ortloff“ beschloss man den Bau des „Hainberg-Turmes“ nordwestlich des ehemaligen „Georgturmes“.

Der Hauptvorstand des ThWV genehmigt 1 200 Mark für den Turmbau.

Der ZV hat 82 Mitglieder .

1903
„Kleiner Wegweiser durch Blankenburgs Umgebung“ von Pfarrer Anemüller fertiggestellt, 700 Exemplare im Jahr verkauft.

Sonntag, den 30. August - Einweihung des „Hainbergturmes“

1907
Der „Kleine Wegweiser durch und um Blankenburg“ erscheint.

Zu Ehren des Naturwissenschaftlers Prof. Otto Schmiedeknecht wird eine Bank unterhalb der Kesselwände errichtet.

1908
10 Ruhebänke sind vom Forstamt Rudolstadt an den Wegen genehmigt worden.

17 neue Wegweiser im Gebiet der „Gemeinde“ aufgestellt.

Die Bauschuld für den Georgsturm auf dem Hainberg ist nunmehr getilgt.

Einer Jahreseinnahme von 1111,57 Mark steht eine Ausgabe von 952,99 Mark gegenüber.

1909
Aus der Deutschen Wanderbewegung entsteht in Altena der Jugendherbergsgedanke – Geburtsstunde der Deutschen Jugendherbergen.

1912
18. August, die 33. Hauptversammlung des ThWV in Waltershausen beschließt mit erdrückender Mehrheit Blankenburg für 1913 als Festort zur 34. Hauptversammlung

Juni, der ZV wendet sich mit einer Bitte an das Fürstliche Hofmarschallamt, auf der Burg Greifenstein, Festspiele abhalten zu dürfen.

1913
17. August, 92 Zweigvereine entsenden ihre Delegierten zur Hauptversammlung

Unser ZV hat 195 Mitglieder!

Unter dem Protektorat Sr. Durchlaucht des Fürsten von Schwarzburg führen die Mitglieder des ZV am 10. und 17. August das historische Schauspiel „Graf Günthers von Schwarzburg Kaiserwahl und Tod“ auf. Spielstätte ist die Burg „Greifenstein“.

1916
Am 13. Juli begeht der ZV den 100. Geburtstag von Gustav Freytag (Pflanzung einer Stieleiche und Einweihung des „Gustav-Freytag-Steiges“ zum „Ingofelsen“).

1921
Erarbeitung des Bad Blankenburger Notgeldes durch Vereinsmitglieder.

1924
erhält der ZV 2000,- Mark für diese Arbeiten in die Vereinskasse.

1925
Die wilde Wegemarkierung nimmt überhand, die Wegewarte im ThWV haben in ihren Bereichen alles im Griff.

1926
Der Antrag des ZV zur Unterschutzstellung des „Unteren Schwarzatales“ trägt die Handschrift des weltbekannten Naturforschers Schmiedeknecht. Die Unterschutzstellung erfolgte aber erst 1941.

1932
Der ZV hat 117 zahlende Mitglieder.

1935
Am Himmelfahrtstag treffen sich 425 Vereinsmitglieder aus 24 ZV zur Sternwanderung auf dem Greifenstein.

1936
Das 1. Deutsche Naturschutzgesetz wird im ThWV unterstützt.

1941
widersetzt sich der ThWV mit den anderen Verbandsvereinen auf der Tagung in Würzburg einer Einheitssatzung zur Eingliederung in den Reichssportbund

Das „Untere Schwarzatal“ wird als Naturschutzgebiet in einer Größe von 1756 ha anerkannt.

1942
1. Januar Mitgliederstand in Bad Blankenburg = 118!

23. Januar - die letzte Jahreshauptversammlung des ZV Bad Blankenburg bis 1991!

1943
Im März dieses Jahres beschließt der Vorstand des ZV, das Guthaben bei der Städtischen Sparkasse auf Privatkonten der Herren Dr. Buchbinder, Fröhlich, Fischer und Körbel umzuschreiben, damit für die Zeit nach dem Kriege Finanzen für den Verein vorhanden sind. Wer hat das Vereinsgeld??

1944
22. Oktober, letzte Wanderung des Zweigvereins bis 1991 auf dem „Alfred Voigt-Weg“ nach Unterwirbach.

1945
Ab 12. Dezember ist der „Thüringerwald-Verein“ laut Gesetz in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR verboten!

1954/55
Versuch von Blankenburger Bürgern (Wittenbecher / Körbel) zur Wiederbelebung des ThWV, Politisches Verbot.
ab 1990: Die Wiedergründung bis heute
1990
22. September - Coburg, Sennigshöhe - Der "Thüringerwald-Verein" wird durch den Vorstand, Herrn Wolfgang Süße, wieder ausgerufen.

1991
31. Januar - Gaststätte "Flößerhütte", Wiedergründung des Zweigvereins Bad Blankenburg
Wetterschutzhütte am Griesbachfelsen - Bildautor: Matthias Pihan, 26.01.2014Wetterschutzhütte am Griesbachfelsen
1998
13. November - 105. Gründungsjubiläum im "Weißen Roß". Unser Zweigverein wird mit der "Eichendorff-Plakette" des Bundespräsidenten ausgezeichnet!

2005
105. Deutscher Wandertag im Städtedreieck am Saalebogen (Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg)

2013
Bau einer Wetterschutzhütte am Griesbachfelsen, die Hütte wird dem langjährigen Wegewarts des Zweigvereins, Gerhard Breuer, gewidmet.